Coswig, 02.06.2026 – Der Landtagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär Tom Unger MdL besuchte am Mittwoch das Lungenzentrum Coswig, um sich als Vorsitzender des Arbeitskreises Soziales und Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion ein Bild von der Arbeit in der hochspezialisierten Fachklinik zu machen.
Im Zentrum des Austauschs mit Geschäftsführer Torsten Bochannek und der gesamten Klinikleitung standen zentrale Herausforderungen und Chancen für Einrichtungen wie das Lungenzentrum Coswig – insbesondere in Bezug auf Gesetzesänderungen, Krankenhausreform und Ambulantisierung.
Mit rund 8.000 Patienten in der pneumologischen und thoraxchirurgischen Behandlung ist das Lungenzentrum Coswig als zertifiziertes Exzellenzzentrum eines der bedeutendsten Häuser zur Behandlung von Lungenerkrankungen in ganz Deutschland. Das medizinische Angebot zieht Patienten weit überregional und aus dem Ausland an. Bei einem Rundgang durch das Lungenzentrum konnte sich Tom Unger persönlich von der hochspezialisierten Spitzenmedizin in Coswig überzeugen. Von der Pneumologie inklusive pneumologischer Frührehabilitation, der Intensivmedizin und Beatmungsentwöhnung, der Schlafmedizin bis hin zur Palliativversorgung und komplexen Thoraxchirurgie machte sich der Landtagsabgeordnete ein Bild von der ebenso großen fachlichen Kompetenz wie auch Herzlichkeit in der Versorgung der Patienten.
Torsten Bochannek bedankte sich bei Tom Unger für den Besuch und freute sich über den direkten und offenen Austausch, betonte im Gespräch aber auch die große Sorge um die Krankenhauslandschaft, da die wirtschaftliche Existenz der Häuser durch die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Kürzungen im Krankenhausbereich im Rahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes massiv gefährdet wird. „Leider wurde in den letzten beiden Jahren ein falsches Bild über die Krankenhäuser in der Öffentlichkeit gezeichnet, nämlich dass sie die Hauptschuldigen für die steigenden Ausgaben im Gesundheitsbereich sind. Dies ist einfach nicht korrekt und kann statistisch widerlegt werden. Die Politik hat durch Gesetze in der Vergangenheit die regulatorischen Anforderungen an die Kliniken stetig erhöht, insbesondere auch im Aufbau des Pflegepersonals und will jetzt nicht mehr dafür zahlen. Im Gegenteil: Mit den geplanten Kürzungen entzieht man der ganzen Branche jetzt Milliarden, Geld, das dringend für den anstehenden Strukturwandel, dem sich im Übrigen niemand verschließen möchte, dringend benötigt werden wird. Auch wenn wir in den anstehenden Strukturreformen für uns mittelfristig durchaus echte Chancen sehen, wird insgesamt ein ungesteuertes Kliniksterben in der Fläche und ein nachhaltiger Verlust von Versorgungssicherheit billigend in Kauf genommen. Was wir alle brauchen, ist Planungssicherheit für dringende, zukunftsgerichtete Investitionen. Und vom ausgelobten Bürokratieabbau kommt genau das Gegenteil bei uns an,“ kritisiert Bochannek.
Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung des bundesweit renommierten Zentrums für die regionale und überregionale Versorgung, beispielsweise im Bereich des zum 1. April 2026 eingeführten Lungenkrebsscreenings für bestimmte Risikogruppen.
„Durch unsere ausgezeichnete Vernetzung, insbesondere mit der Uniklinik Dresden im Rahmen des Ostdeutschen Lungenzentrums, werden wir unserer Verantwortung als Zentrum gerecht und können unseren Patienten immer die bestmögliche Behandlung anbieten“, sagt Professor Dr. med. Dirk Koschel, Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Innere Medizin und Pneumologie am Lungenzentrum Coswig.
Tom Unger resümiert, „Als High-End-Referenzzentrum mit enormer Strahlkraft zeigt das Lungenzentrum Coswig, was Spezialisierung und die Konzentration von Leistungen leisten kann: höchste Kompetenz, klare Schwerpunkte, tiefe Erfahrung – und eine Atmosphäre der Zuwendung. Dass hier zugleich konsequent in das eigene Personal und in die Ausbildung investiert wird, macht das Haus zukunftsfest. Für unsere Region ist das ein starkes Signal. Das Ostdeutsche Lungenzentrum Coswig ist ein bundesweiter Leuchtturm des Freistaats.“
Über das Lungenzentrum Coswig
Das Lungenzentrum Coswig ist ein Unternehmen im Recura Verbund. Das Lungenzentrum Coswig ist eine der größten und renommiertesten deutschen Kliniken für Pneumologie, Thoraxchirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin. Es verfügt über eine umfassende Expertise in der Behandlung von Erkrankungen der Bronchien und der Lunge. Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. empfiehlt das Lungenzentrum Coswig als Lungenkrebszentrum und hat es entsprechend zertifiziert. Das Lungenzentrum ist von Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. als Weaningzentrum anerkannt. Darüber hinaus ist es ein durch die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie zertifiziertes Exzellenzzentrum für Thoraxchirurgie und trägt darüber hinaus den Status als staatlich anerkanntes Zentrum.
Das Lungenzentrum Coswig behandelt jedes Jahr rund 8.000 Patient:innen. In Kooperation mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden bildet das Lungenzentrum Coswig das Ostdeutsche Lungenzentrum (ODLZ). Das ODLZ ist die spitzenmedizinische Anlaufstelle für Lungenkrebspatient:innen in Sachsen und Ostdeutschland insgesamt.
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