Wenn Worte nicht mehr ausreichen, gewinnen andere Formen des Miteinanders an Bedeutung. Auf der Palliativstation unserer Klinik sind es oft die stillen, besonderen Momente, die Patient:innen und ihren Angehörigen neue Kraft geben. Eine wichtige Rolle spielt dabei die tiergestützte Begleitung.
Besuchshunde bringen keine Heilung – aber sie schaffen Nähe, Geborgenheit und Augenblicke des Durchatmens. Ihre ruhige Präsenz kann eine Atmosphäre verändern: Ein freundlicher Blick, ein warmes Fell unter der Hand oder einfach das stille Dasein an der Seite – all das kann Trost spenden und emotionale Entlastung ermöglichen.
Viele Patient:innen erleben durch die Begegnungen mit den Hunden Momente der Ruhe und des Wohlbefindens. Auch Angehörige berichten, wie wohltuend diese Besuche sind. Erinnerungen an eigene Tiere werden wach, Anspannung kann sich lösen, und für einen Moment rückt die Krankheit in den Hintergrund. Der Fokus verschiebt sich – hin zu echter Begegnung.
Besuchshunde reagieren sensibel auf die Bedürfnisse der Menschen. Sie sind da, ohne Erwartungen zu stellen oder zu bewerten – und genau darin liegt ihre besondere Stärke.
Ein besonderer Dank gilt unserer Kollegin Susanne Jost-Langenheim („Schwester Susi“) von der Palliativstation. Gemeinsam mit ihrem Besuchshund Lyndy engagiert sie sich ehrenamtlich für diese wertvolle Arbeit. Mit viel Herz, Zeit und Einfühlungsvermögen schenken die beiden unseren Patient:innen und ihren Angehörigen unvergessliche Momente der Nähe und Geborgenheit.

